Vemu Mukunda

* 11.03.1929, † 04.02.2000
„We come from sound, we are the sound, we go back to sound.“

Er genoss eine brahmanische Ausbildung, in deren Rahmen er auch in der traditionellen südindischen Musik „Karnatika“ unterrichtet wurde. Ein Studium der Nuklearwissenschaft führte ihn nach Glasgow, wo er später als Atomingenieur an der Strathclyde University arbeitete. Nach einigen Jahren gab er seine wissenschaftliche Karriere zugunsten der Musik auf. Auf seiner Vina (dem ältesten südindischen Saiteninstrument) konzertierte er in Indien wie im Westen und arbeitete mit bedeutenden Künstlern wie Maurice Béjart, Maynard Ferguson und anderen Größen aus der Musikszene zusammen. Er gehörte zu den ersten indischen Musikern, die die klassische indische Musik und den Jazz miteinander verbunden haben.
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Vemu Mukunda
Inspiriert durch die Wirkung seiner Konzerte vertiefte sich Vemu Mukunda in die Weisheit der indischen Schriften (u.a. Viveka Chudamani, Goraksha Satakam, Sangita Ratnakara) über die Bedeutung der Musik für den Menschen. Er erfuhr die spirituelle Dimension der Musik als Weg der Selbsterkenntnis und begründete in Theorie und Praxis das Nada Brahma System. Die Entwicklung eines Messverfahrens zur Grundtonbestimmung, die Ausformulierung der Charakteristik der 12 Halbtöne und die praktischen Übungen dieser Tontherapie sind sein besonderer Verdienst.

In den 80er und 90er Jahren gab Vemu Mukunda sein Wissen an viele Menschen aus den USA, Italien, Holland, Spanien, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Großbritannien und Deutschland weiter. Deutschland ist das einzige Land, in dem sich die von ihm ausgebildeten Sonologen zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen haben, um sein reiches Wissen zu erhalten und zu vertiefen, entsprechend seiner Aussage: „I only did the first step, you have to continue.“

Im Februar 2000 verstarb er in seiner Wahlheimat London.